
TAMACH ist die erste und einzige Beratungsstelle in der Schweiz, die Holocaust-Opfern und ihren Angehörigen psychosoziale Unterstützung in Form von Psychotherapie, telefonischer Beratung und Hausbesuchen anbietet. TAMACH bedeutet Hilfe und Unterstützung auf Hebräisch und dies stellt auch das zentrale Ziel der psychosozialen Beratungsstelle für Holocaust-Überlebende und ihre Angehörigen dar. Holocaust-Überlebende sind Menschen, die schwere Traumata erlitten haben. Auch Angehörige der zweiten Generation, wie die Kinder der Überlebenden in der psychologischen Fachliteratur genannt werden, leiden unten der „Folgen der Verfolgung“. Es kommt damit zur Tradierung des elterlichen Traumas. So suchen Angehörige der zweiten Generation vermehrt fachliche Unterstützung in Form von Einzel- und Gruppentherapien.
Zu den Aufgaben von Tamach gehört auch die Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit der Shoah in Form von Vorträgen, Gedenkveranstaltungen, pädagogischer Arbeit, Lehrveranstaltungen und Weiterbildungen von Fachpersonal (Psychologen, Ärzte, Pflegepersonal, Lehrer).
Die Beratungsstelle TAMACH wurde Ende 1997 gegründet und ist ein eingetragener Verein. Die Arbeit der Beratungsstelle versucht die unterschiedlichen psychosozialen Bedürfnisse von Holocaust-Überlebenden und ihren Angehörigen in der Schweiz zu berücksichtigen.
In verschiedenen Ländern existieren bereits über 20 Jahre Behandlungszentren, die mit traumatisierten Holocaust-Opfern und ihren Kindern arbeiten (z.B. in Israel/Amcha, Deutschland/Esra, Österreich/Esra, Holland/Sinai Center). Die Gründung der Beratungsstelle TAMACH hängt nicht zuletzt, mit dem Wunsch zusammen, eine Versorgungslücke in der Schweiz zu schliessen.